Berufsunfähigkeitsversicherung Beitragsfrei stellen lassen

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sichert der Versicherungsnehmer ein später mögliches Risiko ab, sollte er durch eine Krankheit oder durch einen Unfall dauerhaft nicht mehr in der Lage sein, in seinem bis dahin ausgeübten Beruf, weiterhin tätig zu sein. Jeder Kunde hat die Möglichkeit seine Versicherung Beitragsfrei zu stellen. Die Beitragsfreistellung einer Versicherung ist in der jeweiligen Satzung oder den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters geregelt. Eine Beitragsfreistellung wird häufig dann in Erwägung gezogen, sollten die Beiträge nicht mehr zu bezahlen sein, da eine finanzielle Krise entstanden ist. Somit sinkt dann auch die vereinbarte Rente für den Versicherungsnehmer. Eine Freistellung der Beiträge sollte gut überlegt sein.

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Berufsunfähigkeitsversicherungen beitragsfrei stellen lassen

Bei einer im Jahr 2009 durchgeführten Studie der Deutschen Aktuarvereinigung im Auftrag des Magazins FOCUS, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Fall einer Berufsunfähigkeit bis zu einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren zumindest einmal im Laufe des Berufslebens vor kommt. Das Risiko wurde laut dieser Studie bei damals 20jährigen Frauen mit 38 Prozent und bei 20jährigen Männern mit 43 Prozent sehr hoch eingestuft. (Quelle: www.arbeits-abc.de) Des weiteren sei aber angemerkt, dass die jeweilige Berufstätigkeit sowie der entsprechende Beruf, in dem der Versicherte ständig tätig ist, hierbei eine entscheidende Rolle spielt. Hierfür gibt es bei den jeweiligen Versicherungsgesellschaften zwecks Einstufung sogenannte „Risikogruppen“, die von 1 bis 4 reichen.

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Risikogruppen

In der 1. Gruppe finden sich zum Beispiel Architekten und Psychologen etc., wohingegen die 4. Gruppe mit Berufen, die einem sehr hohen Risiko ausgesetzt sind besetzt ist. Hierzu gehören beispielsweise Berufssoldaten, Altenpfleger/innen, Maler, Elektriker, Polizeibeamte etc.

„Gesundheitsfragen“ als Hilfsmittel bei der Einstufung in Risikogruppen

Bereits bei Antragstellung einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss der Antragsteller eine Menge von „Gesundheitsfragen“ mittels eines eigens dafür von den Versicherungsgesellschaften vorgesehenen „Gesundheitsfragebogens“ ausfüllen, die stets wahrheitsgemäß zu beantworten sind. Hier erfahren Sie mehr zu den Vergleichgsberichten aus 2020.

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 19 Anzeigepflicht

(1) Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Vertragserklärung die ihm bekannten Gefahrumstände, die für den Entschluss des Versicherers, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt zu schließen, erheblich sind und nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat, dem Versicherer anzuzeigen. Stellt der Versicherer nach der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers, aber vor Vertragsannahme Fragen im Sinn des Satzes 1, ist der Versicherungsnehmer auch insoweit zur Anzeige verpflichtet.
(2) Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach Absatz 1, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.
(3) Das Rücktrittsrecht des Versicherers ist ausgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verletzt hat. In diesem Fall hat der Versicherer das Recht, den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen.
(4) Das Rücktrittsrecht des Versicherers wegen grob fahrlässiger Verletzung der Anzeigepflicht und sein Kündigungsrecht nach Absatz 3 Satz 2 sind ausgeschlossen, wenn er den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände, wenn auch zu anderen Bedingungen, geschlossen hätte. Die anderen Bedingungen werden auf Verlangen des Versicherers rückwirkend, bei einer vom Versicherungsnehmer nicht zu vertretenden Pflichtverletzung ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbestandteil.
(5) Dem Versicherer stehen die Rechte nach den Absätzen 2 bis 4 nur zu, wenn er den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen hat. Die Rechte sind ausgeschlossen, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Gefahrumstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannte.
(6) Erhöht sich im Fall des Absatzes 4 Satz 2 durch eine Vertragsänderung die Prämie um mehr als 10 Prozent oder schließt der Versicherer die Gefahrabsicherung für den nicht angezeigten Umstand aus, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer in der Mitteilung auf dieses Recht hinzuweisen.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/

Welche Ausschlüsse gibt es

Je nach Eintrittsalter und bei möglicherweise bereits vorliegenden Krankheiten oder Beschwerdebilder, die auf das baldige nachfolgen von möglichen Krankheiten hindeuten können, obliegt es dem Versicherer den Antrag abzulehnen oder ihn unter „Ausschlüssen“ von ganz bestimmten Leistungen zu entsprechen. So könnte dies zum Beispiel für den Fall von Bandscheibenvorfällen gelten, durch die ein Versicherungsnehmer Berufsunfähig werden könnte, wenn dieser bereits schon Bandscheibenvorfälle oder Vorstufen dieser Erkrankung an gibt.

Beiträge können sich auch erhöhen

Der regelmäßig zu zahlende Versicherungsbeitrag kann sich aber auch einfach nur aufgrund dessen ‚verteuern‘, wenn der Versicherer die Angaben des Antragstellers akzeptiert und ihn trotz seines dokumentierten „erhöhten Risikos“ versichern möchte. Dies wird sodann entsprechend schriftlich dokumentiert. Der Antragsteller muss dies natürlich akzeptieren und unterzeichnen.

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Freistellung oder Stundung anstatt Kündigung bei finanzieller Schieflage

Für den Fall, dass der Versicherungsnehmer nun möglicherweise im Laufe seines Berufslebens in finanzielle Schwierigkeiten bzw. in komplizierte Lebensumstände gerät, aufgrund dessen eine Weiterzahlung des Versicherungsbeitrags nicht mehr möglich ist, so muss er nicht gleich die Versicherung kündigen. Denn bei einer Kündigung wäre das Risiko der Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall nicht mehr abgesichert und derPoliceninhaber besitzt mit der Annahme der Kündigung durch die Versicherung überhaupt keinen Versicherungsschutz mehr diesbezüglich. Mehr Informationen zu den Kosten einer BU hier.

Nach einer gemeinsamen Lösung suchen

Besser hierfür geeignet ist die Variante, bei Auftreten eines solchen – hoffentlich vorüber gehenden – finanziellen Engpasses die Versicherungsgesellschaft hierüber entsprechend zu informieren und nach einer gemeinsamen Lösung für das Problem zu suchen. Oftmals kommen die Versicherungen dem Versicherungsnehmer dahingehend entgegen, dass sie von sich aus anbieten die Versicherung „Beitragsfrei“ zu stellen. Dies bedeutet, dass der Nutzer für eine bestimmte Dauer – die entsprechend schriftlich mit der Versicherungsgesellschaft vereinbart wird – keinen oder nur einen geringen Anteil des Versicherungsbeitrags zahlt. Top Policen für 35 Jahre alte Versicherte. 

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Gegen Ende des Berufslebens

In den meisten Verträgen zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist geregelt, dass „jederzeit schriftlich verlangt werden kann, zum Schluss der Versicherungsperiode teilweise oder ganz von der Beitragszahlungspflicht befreit zu werden“. Dieser Wortlaut steht in §9 der Mustervertragsbedingungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung, auf deren Grundlage die meisten Versicherungsverträge abgeschlossen werden. Ab kann eine Berufsunfähigkeit eintreten?

Herabsetzung der Berufsunfähigkeitsrenten

Da eine Versicherungsgesellschaft ist ein Wirtschaftsunternehmen, vereinbart sie in solchen Fällen üblicherweise, dass für den Fall des Eintritts eines Versicherungsfalls sodann in Anlehnung an die Beitragsfreistellung oder auch -Reduzierung die Versicherungsleistung (in Form einer Rente) entsprechend herabgesetzt wird. Die Berechnungen hierzu erfolgen durch entsprechend anerkannte Regeln der Versicherungsmathematik. Diese finden gleichfalls Anwendung für den Schluss der laufenden Versicherungsperiode und werden auf Antrag errechnet. Die Regelungen hierzu sind meist ebenso Bestandteil des Versicherungsvertrags. Ab wann der Schutz gilt.

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Je früher die Freistellung, desto weniger Rentenanspruch hat der Verbraucher

Fakt hierzu ist: Je früher eine Beitragsfreistellung erfolgt, desto geringer fällt dem zu Folge bei einem eintretenden Versicherungsfall die Zahlung der Versicherungssumme (der Berufsunfähigkeitsrente) aus. Dies berechnet sich daraus, weil in noch jungen Jahren der Versicherung – in der Anfangszeit also – zunächst einmal für die Versicherung ein Großteil der Beitragszahlungen für die Abschluss- und Verwaltungsgebühr anfällt und entsprechend aufgewendet werden muss. Erst mit steigen der Dauer des Versicherungsvertrags steigt auch die Summe an, die als Beitrag in den Vertrag eingezahlt wird.

Berufsunfähigkeitsversicherungen beitragsfrei stellen lassen

Jeder Berufstätige muss für sich selbst abwägen und entscheiden, ob er eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, um in einem möglichen Ernstfall entsprechend abgesichert zu sein. Der Interessent sollte hierbei beachten, wie alt er bereits beim Eintritt in eine solche Versicherung ist und wie es um die eigene Gesundheit bestellt ist. Das alles schützt jedoch nicht vor einem möglichen Unfall, der jeder Zeit und jedem Menschen passieren kann, sowie leider auch nicht vor einer plötzlich auftreten ernsten Erkrankung. Für den Verbraucher besteht jeder Zeit die Möglichkeit eine Versicherung beitragsfrei zu stellen. Eine Beitragsfreistellung ist immer sinnvoller als eine Kündigung bei einem finanziellen Engpass, da somit die bisher eingezahlten Beiträge nicht verloren gehen. Machen Sie hier den Vergleich.

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